EU belohnt Gesetzesbruch: Berg gegen Prämien für Rückkehrer

Brüssel, 13.03.2020. Lars Patrick Berg, außenpolitischer Sprecher der AfD im Europäischen Parlament, verurteilt heute die Ankündigung der EU-Innenkommissarin Ylva Johansson, dass die EU Asylbewerbern, die sich derzeit auf den griechischen Inseln aufhalten, jeweils 2000 Euro für die Rückkehr in ihre Heimat geben wolle.

„Das ist einfach auf so vielen Ebenen falsch”, argumentiert Berg. „Die EU belohnt damit die Menschen, wenn sie gegen das Gesetz verstoßen. Es sind offensichtlich keine echten Asylsuchenden, wenn sie Geld für die Rückkehr nach Hause annehmen. Wer Geld für die Rückkehr annimmt, flieht offenbar nicht vor Verfolgung! Das beweist nur, dass es sich um Wirtschaftsmigranten handelt und eben nicht um echte Asylsuchende, die tatsächlich um Schutz bitten.“

Berg weist darauf hin, dass sich seit 2016 18.151 Asylsuchende dafür entschieden haben, in ihre Heimat zurückzukehren, oft mit einem von der Internationalen Organisation für Migration (IOM) gezahlten finanziellen Anreiz.

Berg fährt fort: „Ich habe die Befürchtung, dass die Zahlungen im Rahmen der Programme zur freiwilligen Rückkehr tatsächlich eine treibende Kraft für illegale Migration sind. Wenn man akzeptiert, dass ihre Asylanträge abgelehnt werden, warum werden ihnen dann öffentliche Gelder für die Rückkehr in ihre Heimat angeboten?“

Berg erklärt, er werde sich schriftlich an den Kommissar wenden, um weitere Informationen erfragen, nachdem sieben EU-Mitgliedstaaten, darunter Deutschland, zugestimmt haben, 1600 unbegleitete Kinder, die sich derzeit in Lagern auf den griechischen Inseln befinden, aufzunehmen. Unter anderem wolle Berg Einzelheiten wie zum Alter der unbegleiteten Kinder anfordern.