Bei Schutzausrüstungen und Medizinprodukte wird jetzt teuer Lehrgeld gezahlt

Brüssel, 07.04.2020. Lars Patrick Berg, AfD-Abgeordneter im Europäischen Parlament, mahnt die EU-Kommission an, künftig die Herstellung elementarer Produkte nach Europa zurück zu verlagern.

Berg, Mitglied im Ausschuss Sicherheit und Verteidigung (SEDE), hat vergangene Woche bereits eine entsprechende Anfrage an die EU-Kommission gestellt. Es könne nicht angehen, so Berg, dass elementare Produkte für den Krisen- und Katastrophenfall „nur noch am anderen Ende der Welt produziert werden und dann bei Bedarf nicht zur Verfügung stehen“. Konkret sei dies beispielsweise an den fehlenden Atemschutzmasken und bei bestimmten medizinischen Wirkstoffen zu sehen.

Es seien, so der Abgeordnete weiter, „verstärkt Investitionen und Strategien für die Herstellung von Schutzausrüstungen und Medizinprodukten in Europa anzugehen“. Behörden auf verschiedenen Ebenen hatten, so verweist Berg, in den vergangenen Jahren immer wieder auf dieses Defizit hingewiesen ohne dabei gehört worden zu sein. Nun müssten Staaten und Bürger teures Lehrgeld für dieses fahrlässige Verhalten der Regierung zahlen.

Als möglichen Produktions- und Innovationsstandort schlägt Berg die in Baden-Württemberg liegende Region Schwarzwald-Baar-Heuberg vor. Die in der Region befindliche Stadt Tuttlingen werde nicht umsonst als „Weltzentrum der Medizintechnik“ bezeichnet. “Wir haben hier eine Vielzahl von Weltklasse-Unternehmen mit hochqualifizierten Mitarbeitern die eine herausragende Arbeit leisten. Gerade hier würde sich eine Ansiedlung von Produktions- und Forschungsstätten für Schutzausrüstung und Atemmasken bestens anbieten“, so Berg abschließend.