Beziehungen der Europäischen Union zum Kosovo

Vor etwas mehr als 14 Jahren hat Deutschland die Republik Kosovo international anerkannt. Seitdem hat das Land auch unter Mithilfe der Europäischen Union erhebliche Meilensteine im Aufbau seines Staatswesens erreicht. Auf Einladung von Vize-Premierministerin Emilija Redzepi bin ich diese Woche in den Kosovo gereist und konnte mich mit der Situation vor Ort vertraut machen. In unserem Gespräch ging es um die Minderheitenrechte im Kosovo, für die sich die Ministerin als Abgeordnete einer Minderheiten-Partei besonders einsetzt.

Auf Einladung von Vize-Premierministerin Emilija Redzepi in Pristina.

Ein weiterer Teil unseres Gesprächs drehte sich um die Visa-Liberalisierung, über welche die Europäische Union und der Kosovo bereits seit Jahren einen Dialog führen. Die innerstaatlichen Voraussetzungen dafür halte ich für gegeben und der Prozess sollte schnellstmöglich auch formal abgeschlossen werden. Danach können die Bürger des Kosovo ohne Visa in den Schengen-Raum als Touristen ein- und ausreisen – ein Privileg, welches den anderen Westbalkan-Staaten nicht vorbehalten bleiben sollte.

Sicherheitspolitik und die Beziehungen zur EU sind wichtige Themen für Premierminister Albin Kurti.

Weiter konnte ich in einem Meinungsaustausch mit Premierminister Albin Kurti wichtige Erkenntnisse zu den aktuellen sicherheitspolitischen Positionen des Kosovo erlangen. Im Rahmen der EU-Kosovo-Beziehungen spielen diese eine erheblich Rolle und müssen unter den aktuellen Umständen im Osten Europas berücksichtigt werden. Wie auch die restlichen Staaten des Westbalkan hat der Kosovo eine Perspektive der Europäischen Union beizutreten. Der Kosovo ist ein Land voller junger und fähiger Menschen, für die dieses Ziel ernstlich erreichbar ist.